ElringKlinger AG
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Glossar

Technik

B

Batteriezellen

Für größere Batterien unterscheidet man drei Bauformen: Rundzellen, prismatische Zellen und Coffee-Bag-Zellen. Rundzelle und prismatische Zelle haben ein (stabiles) Blechgehäuse, die Flachzelle (=Folienzelle, Pouchzelle) hat ein Gehäuse aus Folie. Rundzelle und prismatische Zelle unterscheiden sich in der Anordnung des Folienpakets, also der Folien, in denen die Energie tatsächlich gespeichert wird. Nach außen hin unterscheiden sich die Zellen in der Form: Eine Rundzelle gleicht einem Zylinder und hat eine runde Grundläche, eine prismatische Zelle hat eine eckige Grundläche.

Bipolarplatten

Mechanische Schlüsselkomponenten im Brennstoffzellenstapel („Brennstoffzellenstack“). Ihre Aufgaben sind die elektrische Verbindung zweier Zellen bzw. die Weiterleitung des erzeugten elektrischen Stroms, die Wasserstoff-und Sauerstoffversorgung der Zellen sowie die Verteilung des Kühlmittels. ElringKlinger entwickelt und fertigt metallische Bipolarplatten. Zu den technischen Anforderungen zählen hier die mikrometergenaue Umformung des Kontaktbereichs, das präzise, verzugsarme Laserverschweißen der Kathoden- und Anodenplatte sowie geeignete Leitfähigkeits- und Korrosionsschutzbeschichtungen.

Brennstoffzelle

Wandelt die chemische Energie eines Brennstoffes mit hohem Wirkungsgrad in elektrische Energie um. Für die Reaktion benötigt die Zelle Sauerstoff und Wasserstoff. Der Wasserstoff kann auch aus einem kohlenwasserstoffhaltigen Brennstoff gewonnen werden. In diesem Fall versorgt ein sogenannter Reformer die Zelle mit beispielsweise aus Diesel oder Erdgas gewonnenem Wasserstoffgas. Die Brennstoffzelle ist im Gegensatz zur Batterie kein Energiespeicher, sondern ein Energiewandler. ElringKlinger konzentriert sich auf die Entwicklung und Produktion von Komponenten für die für mobile Anwendungen relevante Niedrigtemperatur-Brennstoffzelle PEM (vgl. „PEM-Brennstoffzelle“).

Brennstoffzellenstack

Kompletter Stapel aus einzelnen Brennstoffzellen, einschließlich der Bipolarplatten sowie Halte- und Verbindungsvorrichtungen. Die Brennstoffzellen werden in Reihe geschaltet, um die Leistung zu erhöhen.

C

Cockpitquerträger

Strukturbauteil hinter der Innenverkleidung des Fahrzeugcockpits, das beispielsweise Instrumententafel, Lenksäule, Heizungsmodule, Handschuhkasten und weitere Ausstattungs­elemente trägt. ElringKlinger stellt Cockpitquerträger als Leichtbaulösung mithilfe der HFH-Technologie (Hydroform-­Hybrid) her. Hierbei werden sogenannte Hybridbauteile aus den Werkstoffen Polymer und Metall mithilfe der Verfahren Innenhochdruck-Umformen (siehe „IHU“) und Kunststoffspritzguss in nur einem Prozessschritt hergestellt. Vergleichbar damit sind die Strukturbauteile Frontendträger – ein Frontelement an dem beispielsweise Scheinwerfer montiert sind.

D

Downsizing

In der Automobilindustrie steht Downsizing für das Konzept der Verkleinerung des Motorhubraums bei gleichzeitiger Effizienzsteigerung. Dies wird meist durch das Zuführen von Luft unter erhöhtem Druck (Kompressor/Turbolader) erreicht. Weniger Hubraum bedeutet letztlich weniger Kraftstoff­verbrauch und damit weniger Emissionen. Durch den gleichzeitig erhöhten Einspritzdruck entstehen im Motorbereich thermische und mechanische Belastungen, die hohe Anforderungen an Dichtungen und Thermomanagement stellen.

E

Elastomer

Kunststoffe bzw. Polymere lassen sich nach ihren Verarbeitungs­eigenschaften in die drei Hauptgruppen Thermoplaste, Duroplaste und Elastomere einteilen. Kennzeichnend für Elastomere ist, dass sie durch Druck oder Dehnung kurzzeitig veränderbar sind und anschließend wieder ihre ursprüng­liche Form annehmen (Gummi). Durch die Wahl von Ausgangsmaterial, Herstellungsverfahren und Beimischung von Additiven lässt sich der Werkstoff variieren. ElringKlinger setzt in der Dichtungstechnologie eigenentwickelte Elastomere ein, die für die speziellen Kundenanforderungen optimiert wurden.

Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)

Die Fähigkeit einer elektrischen Einrichtung, in einer elektromagnetischen Umgebung zu funktionieren, ohne diese Umgebung zu stören oder durch andere Geräte gestört zu werden.

F

Frontendträger

siehe Cockpitquerträger

H

Hybridantrieb

Bezeichnet in der Automobilbranche den Einsatz von zwei unterschiedlichen Kraftquellen innerhalb eines Fahrzeugs. Zumeist ist damit die Kombination eines Verbrennungsmotors mit einem Elektromotor gemeint. Dafür werden Fahrzeuge nach ihrem Hybridisierungsgrad eingeteilt:

  • Mikro-Hybride verfügen über eine Start-Stopp-Automatik und zusätzlich ein Bremsenergierückgewinnungssystem zum Laden der Starterbatterie.
  • Mild-Hybride haben einen Elektroantrieb, der den Verbrennungsmotor zur Leistungssteigerung unterstützt.
  • Voll-Hybride sind mit einer elektrischen Leistung von mehr als 20 kW/t in der Lage, auch rein elektromotorisch zu fahren.
  • Plug-in-Hybride sind vergleichbar mit Voll-Hybriden. Zusätzlich kann der Akkumulator sowohl über den Verbrennungsmotor als auch am Stromnetz geladen werden.

K

Kryogene Anwendung

Bei einer kryogenen Anwendung kommt verflüssigtes Gas in tiefkaltem Zustand zum Einsatz. Anwendungen sind beispielsweise das Schockgefrieren in der Lebensmittel­industrie oder andere Konservierungszwecke. Zur Herstellung von kryogenen Systemen werden unter anderem Produkte aus Hochleistungskunststoffen eingesetzt, deren Materialeigenschaften und Funktionalität bei Temperaturen unter – 200 °C gewährleistet ist.

L

Lithium-Ionen-Batterie

Wiederaufladbarer Hochenergiespeicher mit hoher Energiedichte und Langlebigkeit. Er wird in erster Linie in Elektro- und Hybridfahrzeugen eingesetzt. ElringKlinger entwickelt und fertigt hierfür unter anderem modular aufgebaute Zellkontaktiersysteme.

N

New Energy Vehicle

In China bezieht sich der Begriff „New Energy Vehicle“ (NEV) auf Fahrzeuge, die teilweise oder vollständig mit elektrischem Antrieb betrieben werden, wie beispielsweise batterieelektrische Fahrzeuge (Battery Electric Vehicle – BEV) oder Plugin- Hybride (PHEV). Die chinesische Regierung hat 2009 mit der Umsetzung ihres NEV-Programms begonnen, um die Entwicklung und Einführung von New Energy Vehicles zu fördern.

O

Organoblech

Flächige Halbzeuge, die mit einem Gewebe aus Glas-, Carbon-, Aramid- oder Mischfasern verstärkt sind. Dadurch entsteht eine hohe mechanische Leistungsfähigkeit des Bauteils. Leichte, faserverstärkte Organobleche können Stahlblech oder Aluminium im Automobil partiell ersetzen.

P

PEM-Brennstoffzelle

PEM steht für „Proton Exchange Membrane“. Die PEM-­Brennstoffzelle arbeitet im Niedrigtemperaturbereich von ca. 90 °C und enthält als zentrales Element eine Polymermembran. Bei der sogenannten „kalten Verbrennung“, der Synthesereaktion von Sauerstoff und Wasserstoff, die mithilfe eines Katalysators miteinander reagieren, entsteht unter Freisetzung elektrischer Energie Wasser. Für PEM-Brennstoffzellen, die in Pkw zum Einsatz kommen, entwickelte ElringKlinger metallische Bipolarplatten. In einem Zellstapel werden mehrere hundert Stück davon verbaut.

Polyamid

Polyamide sind Polymere (Kunststoffe) und bezeichnen üblicher­weise synthetische, thermoplastische Kunststoffe. Bei ElringKlinger wird Polyamid für die Herstellung von gewichtsreduzierten Kunststoffgehäusemodulen eingesetzt.

Prismatische Batteriezellen

Siehe „Batteriezellen“

PTFE

Abkürzung für „Polytetrafluorethylen“. PTFE ist ein thermoplastischer Hochleistungskunststoff – umgangssprachlich unter dem Handelsnamen Teflon bekannt – der besonders beständig im Kontakt mit den meisten aggressiven Chemikalien ist. Er ist sehr widerstandsfähig gegen äußere Einwirkungen wie Feuchtigkeit oder UV-Strahlung und außerdem hochgleitfähig. PTFE ist kälteresistent bis - 200 °C. Die Schmelztemperatur wird erst bei mehr als 320 °C erreicht. Mit dem als Markennamen eingetragenen modifizierten Material Moldlon® verfügt ElringKlinger über einen schmelzverarbeitbaren, spritzfähigen PTFE-Hochleistungswerkstoff mit vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten, zum Beispiel auch in der Medizintechnik.

R

Range Extender

Als Reichweitenverlängerer (Englisch: Range Extender) werden zusätzliche Aggregate in einem Elektrofahrzeug bezeichnet, die die Reichweite des Fahrzeugs erhöhen. Die am häufigsten eingesetzten Range Extender sind Verbrennungsmotoren, die einen Generator antreiben, der wiederum Akkumulator (Akku) und Elektromotor mit Strom versorgt.

Rightsizing

Konzept in der Automobilindustrie, bei dem – im Gegensatz zum Downsizing – nicht nur auf die Verkleinerung der Aggregate gesetzt wird, sondern ein optimales Zusammenspiel mehrerer Größen, wie zum Beispiel Hubraumgröße, Drehmoment oder Verbrauch, für den jeweiligen Motor angestrebt wird.

S

SOFC (Solid Oxide Fuel Cell)-Brennstoffzelle

Die SOFC (Deutsch: Festoxid-Brennstoffzelle) wird aufgrund ihrer hohen Betriebstemperatur (ca. 800 °C) auch als Hochtemperatur-Brennstoffzelle bezeichnet. Dieser Brennstoff­zellentyp kann mit unterschiedlichsten fossilen Kraftstoffen betrieben werden, aus denen mithilfe eines Reformers Wasserstoffgas gewonnen wird.

Stickoxide (NOx)

Sammelbezeichnung für Stickstoff-Sauerstoff-Verbindungen, die international unter der Abkürzung NOx bekannt sind. Sie entstehen als Abgase im Verbrennungsmotor und sind für Mensch und Umwelt schädlich. Die weltweit immer schärferen Emissionsvorschriften schreiben strenge Grenzwerte für den maximal zulässigen NOx-Ausstoß vor.

T

Tier-1/Tier-2

Automobilzulieferer, die direkt an den Automobilhersteller (OEM) liefern, werden als Tier-1-Zulieferer bezeichnet. Zulieferer arbeiten in der Regel mit weiteren Unterlieferanten zusammen. Diese werden entsprechend ihrer Stellung in der Wertschöpfungskette als Tier-2, Tier-3 etc. kategorisiert. ElringKlinger beliefert die Fahrzeughersteller überwiegend direkt, das heißt als Tier-1-Lieferant. Im Bereich Abgas­reinigungstechnologie und bei Getriebekomponenten ist ElringKlinger zumeist als Tier-2-Zulieferer aktiv.

Turbolader

Turbolader erhöhen den Luftdurchsatz im Motor durch die Verdichtung der zur Verbrennung notwendigen Luft. Der Turbolader ist eine der Schlüsselkomponenten für das Down­sizing von Motoren und ermöglicht eine gleichbleibende oder sogar verbesserte Leistung bei verringertem Hubraum. ­Daraus resultieren Kraftstoffeinsparungen.

V

V-Ring

Hoch-elastisches Dichtelement für den Hochtemperaturbereich zur Abdichtung von herausfordernden dynamischen Dichtspalten im Abgasbereich. V-Ringe werden vorzugsweise in allen modernen Abgasturbolade-Varianten eingesetzt.

W

WLTP

Abkürzung für „Worldwide Harmonized Light Duty Test Procedure“. Testverfahren für Fahrzeuge zur Messung von Angaben wie zum Beispiel Kraftstoffverbrauch oder Abgasgrenzwerte. Seit dem 1. September 2018 müssen alle neu zugelassenen Pkw und leichten Nutzfahrzeuge in der EU die Abgasnormen gemessen nach WLTP erfüllen. Der neue Testzyklus löst den seit 1992 gültigen NEFZ-Standard (Neuer Europäischer Fahrzyklus) ab und soll realitätsnähere Ergebnisse liefern.

Z

Zellkontaktiersystem

Die von ElringKlinger entwickelten Zellkontaktiersysteme für Lithium-Ionen-Batterien bestehen aus Zellverbindern sowie der Zellhalterung, in der die Verbinder als robuste laser­verschweißte Lagenkonstruktion integriert werden. Über die Zellverbinder werden die einzelnen Batteriezellen sowohl in Reihe als auch parallel miteinander verschaltet. Sie übernehmen die Stromführung, absorbieren Zellkräfte und enthalten Sensoren. Das System umfasst ein Kontrollinterface mit thermischer und elektrischer Überwachung.

Finanzen

C

Cashflow

Kennzahl zur Berechnung der Finanzkraft eines Unternehmens. Sie misst, wie hoch die betrieblichen Einnahmen über den Ausgaben liegen, und gibt somit an, wie hoch die vom Unternehmen erwirtschafteten Zahlungsmittel sind. Bei der Cashflow-Ermittlung wird das Jahresergebnis um die Positionen bereinigt, die keinen Zahlungsstrom verursachen, wie zum Beispiel Abschreibungen oder die Veränderung der Rückstellungen. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit stellt den Zahlungsmittelüberschuss dar, der durch das operative Geschäft erwirtschaftet wird.

Corporate Governance

Umfasst die Gesamtheit von Regeln, Vorschriften und Werten für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung sowie Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmens­führung und -kontrolle.

 

Countervailing Duty

Unter Ausgleichs- oder Kompensationszöllen sind Handelsabgaben zu verstehen, die nach den Vorgaben der Welthandelsorganisation verhängt werden, um negative Auswirkungen von staatlichen Subventionen zu neutralisieren.

E

EBIT (Operatives Ergebnis)

Abkürzung für „Earnings Before Interest and Taxes“ (Deutsch: Ergebnis vor Zinsen und Steuern). Das EBIT entspricht dem operativen Ergebnis vor Berücksichtigung des Finanzergebnisses. Vor allem diese Kennzahl wird auf internationaler Ebene für den Vergleich der operativen Ertragskraft von Unternehmen herangezogen.

EBIT-Marge

Der prozentuale Anteil des EBIT am Konzernumsatz. Die EBIT-Marge drückt die Profitabilität des operativen Geschäfts eines Unternehmens in einem bestimmten Zeitraum aus.

EBITDA

Abkürzung für „Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization“ (Deutsch: Ergebnis vor Zinsen und Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände). Das EBITDA zählt zu den operativen Messgrößen für die operative Ertragsstärke eines Unternehmens, da die Kennzahl keine Beeinflussung des Gewinns zum Beispiel durch die Finanzstruktur, den Herkunftsstaat sowie die angewandte Rechnungslegung des Unternehmens enthält.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie (Englisch: Earnings Per Share, EPS) wird ermittelt, indem man den Ergebnisanteil der Aktionäre einer Aktiengesellschaft durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien dividiert. Sie dient der Beurteilung der Ertragskraft und branchenübergreifenden Bewertung eines Unternehmens.

F

Financial Covenants

Vertragsklauseln in Kreditverträgen. Darin verpflichten sich Unternehmen zur Einhaltung festgelegter finanzieller Anforderungen.

Finanzergebnis

Gewinn oder Verlust, der sich aus Finanzgeschäften ergibt, zum Beispiel Zinserträge und -aufwendungen, Beteiligungserträge und -aufwendungen sowie Erträge und Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen. Das Finanzergebnis ist Teil des Vorsteuerergebnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung.

H

HGB

Abkürzung für das deutsche Handelsgesetzbuch. Der Jahresabschluss der Muttergesellschaft ElringKlinger AG wird gemäß HGB erstellt.

I

IFRS

Abkürzung für „International Financial Reporting Standards“. Diese umfassen Bilanzierungsvorschriften für kapitalmarktnotierte Unternehmen und sind seit Januar 2005 von der EU zwingend vorgeschrieben. ElringKlinger berichtet seit 2004 nach IFRS.

K

Kapitalflussrechnung

Ermittlung und Darstellung des Zahlungsmittelflusses, den ein Unternehmen in einer Berichtsperiode aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit erwirtschaftet. Mithilfe der Kapitalflussrechnung wird die Fähigkeit eines Unternehmens beurteilt, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu generieren.

Kaufpreisallokation

Unter Kaufpreisallokation (Englisch: Purchase Price Allocation, PPA) wird die Verteilung des Kaufpreises für ein Unternehmen bzw. für einen Unternehmensteil auf die erworbenen Vermögenswerte und Schulden verstanden. Durch den formalen Vorgang der Konzernkonsolidierung können zum Beispiel Vermögenswerte eines erworbenen Unternehmens wie Kundenstämme und Auftragsbestände aktiviert werden, die im gewöhnlichen Geschäft nicht aktivierbar sind. Daraus entstehen gewinnmindernd Abschreibungen, die sich negativ auf das operative Konzernergebnis auswirken.

Konsortialkredit

Auch syndizierter Kredit (Englisch: „Syndicated Loan“) genannt – ist im Kreditwesen die Gewährung eines einheitlichen Kredites durch mindestens zwei Kreditinstitute (Bankenkonsortium) an einen Kreditnehmer. Neben der Höhe des Kredites stellt die Verteilung des Gesamtrisikos auf die Konsorten stets den eigentlichen Zweck eines Konsortialkredites dar.

M

M&A

Abkürzung für „Mergers & Acquisitions“. Mit dem Begriff wird i. d. R. eine Fusion oder eine Verschmelzung zweier Unternehmen zu einer rechtlichen und wirtschaftlichen Einheit (Merger) bzw. der Erwerb von Unternehmenseinheiten oder eines ganzen Unternehmens (Acquisition) bezeichnet. M&A steht für alle Vorgänge im Zusammenhang mit der Übertragung und Belastung von Eigentumsrechten an Unternehmen, einschließlich der Konzernbildung, der Umstrukturierung von Konzernen, der Verschmelzung und Umwandlung im Rechtssinne, dem Squeeze Out, der Finanzierung des Unternehmenserwerbs, der Gründung von Gemeinschaftsunternehmen sowie der Übernahme von Unternehmen.

N

NAFTA

Abkürzung für „North American Free Trade Agreement“ (Deutsch: Nordamerikanische Freihandelszone). Die NAFTA wurde zum 1. Januar 1994 gegründet und am 30. November 2018 durch das neue „United States-Mexico-Canada Agreement“ (USMCA) ersetzt. Letzteres muss allerdings noch von den Parlamenten der beteiligten Länder ratifiziert werden. Das ursprüngliche Abkommen regelt im Wesentlichen Zollangelegenheiten, durch USMCA kommen umwelt- und arbeitsrechtliche Aspekte, Fragen der Fahrzeugproduktion sowie Patentrechte hinzu.

Natural Hedging

Zur Reduzierung von Transaktionskosten und -risiken wird beim Natural Hedging darauf geachtet, dass die Einnahmen und Ausgaben einer ausländischen Tochtergesellschaft in der gleichen Währung, zumeist der jeweiligen Landeswährung, durchgeführt werden.

Net Working Capital

Nettoumlaufvermögen; Kennzahl zur Beobachtung von Veränderungen der Liquidität. Es berechnet sich aus den Vorräten, kurzfristigen Vertragsvermögenswerten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der kurzfristigen Vertragsverbindlichkeiten.

Nettoverschuldung

Kennzahl, die angibt, wie hoch die Verschuldung eines Unternehmens ist, wenn alle kurzfristigen Vermögensgegenstände zur Tilgung der Verbindlichkeiten herangezogen würden. Die Nettoverschuldung wird aus dem zu verzinsenden Fremdkapital (hauptsächlich Bankverbindlichkeiten) abzüglich der liquiden Mittel berechnet.

O

Operativer Free Cashflow (vor Akquisitionen)

Der operative Free Cashlow bezeichnet die freien, dem Unternehmen zur Ausschüttung zur Verfügung stehenden Mittel. Er wird ermittelt, indem man vom Zahlungsmittelüberschuss aus betrieblicher Tätigkeit die Auszahlungen für Investitionen abzieht. Die für Akquisitionen getätigten Auszahlungen, die Auszahlungen für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte sowie Einzahlungen aus Desinvestitionen werden im operativen Free Cashlow nicht berücksichtigt.

R

ROCE

Abkürzung für „Return on Capital Employed“. Der ROCE gibt die Verzinsung des eingesetzten Kapitals an. Dabei wird das EBIT ins Verhältnis zum durchschnittlich eingesetzten Kapital gesetzt. Bei ElringKlinger umfasst das eingesetzte Kapital das Eigenkapital, die Finanzverbindlichkeiten, die Rückstellungen für Pensionen sowie zinstragende langfristige Rückstellungen, wie zum Beispiel Jubiläums- oder Altersteilzeitrückstellungen. Der Durchschnittswert errechnet sich aus der Summe der Buchwerte am Bilanzstichtag des Vorjahres und des aktuellen Jahres, dividiert durch zwei.

W

Working Capital

Kennzahl zur Beobachtung von Veränderungen der Liquidität. Es berechnet sich aus den Vorräten, kurzfristigen Vertragsvermögenswerten und den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

WpHG

Abkürzung für das deutsche Wertpapierhandelsgesetz.