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ElringKlinger mit vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2018: klares Umsatzplus in schwierigem Marktumfeld, Ergebnis durch interne und externe Faktoren beeinflusst

  • Umsatz um 2,0 % auf 1.697 Mio. Euro gesteigert, organisch um 7,3 %
  • EBIT vor Kaufpreisallokation (PPA) bei 100,4 Mio. Euro, EBIT-Marge vor PPA bei 5,9 %
  • Q4 2018: Umsatz um 2,5 % gestiegen, organisch um 7,1 %; EBIT vor PPA bei 11,9 Mio. Euro bedeutet 2,8 % Marge
  • Vorstand schlägt Aussetzung der Dividendenzahlung vor
  • Ausblick 2019: organisches Umsatzwachstum von 2 bis 4 Prozentpunkten über globalem Marktniveau, EBIT-Marge vor PPA zwischen 4 und 5 %

Dettingen/Erms (Deutschland), 19. Februar 2019 +++ Nach vorläufigen und ungeprüften Zahlen hat sich der ElringKlinger-Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr umsatzseitig klar verbessert. Mit 1.697,0 Mio. Euro legte der Umsatz 2018 um 33,0 Mio. Euro oder 2,0 % zu, obwohl Währungsumrechnungen die Berichtszahlen um 44,0 Mio. Euro oder 2,6 % reduzierten. Hinzu kommen die Effekte aus Veränderungen aus M&A-Aktivitäten (im Wesentlichen der Hug-Verkauf) in Höhe von 45,5 Mio. Euro oder minus 2,7 %. Bei Bereinigung dieser Währungs- und Konsolidierungskreiseffekte steigerte der Konzern den Umsatz organisch um 121,8 Mio. Euro oder 7,3 %. Im Vergleich zur globalen Automobilproduktion, die 2018 um 0,4 % zurückgegangen ist, ist er um 7,7 Prozentpunkte stärker gewachsen. Sein Ziel, organisch um 2 bis 4 Prozentpunkte stärker als der Markt zu wachsen, hat das Unternehmen damit übertroffen.

Das Konzern-EBIT vor Kaufpreisallokation lag bei 100,4 Mio. Euro, das bedeutet eine Marge von 5,9 %. Der Konzern hatte zuvor mit einer Ergebnismarge von rund 7 % gerechnet. Für das niedrigere Margenniveau waren auch im vierten Quartal mehrere Faktoren verantwortlich: In der NAFTA-Region schlugen sich die Zölle auf Stahl und Aluminium nach wie vor auf die Rohstoffpreise nieder, zudem blieb das globale Preisniveau bei den Kunststoffgranulaten hoch. Hinsichtlich der Optimierung in der NAFTA-Region zeigte sich ein heterogenes Bild. Die Verbesserungsmaßnahmen konnten weiter erfolgreich umgesetzt werden, erzielten jedoch bislang nicht Ergebniseffekte in der erwarteten Höhe. Insgesamt resultierte im vierten Quartal 2018 ein Umsatz von 429,8 (419,3) Mio. Euro (+2,5 %, organisch +7,1 %) und ein EBIT vor Kaufpreisallokation von 11,9 (30,7) Mio. Euro, was einer Marge von 2,8 % (7,3 %) entspricht.

Auf Basis der vorläufigen Ergebniszahlen schlägt der Vorstand vor, für das Geschäftsjahr 2018 die Dividendenzahlung auszusetzen, um die Innenfinanzierung für den Transformationsprozess weiter zu stärken. In Verbindung mit dem kürzlich erfolgreich abgeschlossenen Konsortialkredit über 350 Mio. Euro sieht der Vorstand damit den Weg dafür vorgezeichnet, die Finanzierungsstruktur auch kurzfristig entscheidend zu verbessern.

Dr. Stefan Wolf, Vorstandsvorsitzender der ElringKlinger AG, hält fest: "Unser Ziel bleibt es weiterhin, die Ergebnislage mittelfristig deutlich zu stärken, um dadurch im Einklang mit den geplanten Working-Capital-Maßnahmen und dem weiterhin disziplinierten Investitionsansatz den operativen Free Cashflow zu verbessern. Im Zuge dessen werden wir das Wachstum in den klassischen Geschäftsbereichen steuern, um das Potenzial in den strategischen Zukunftsfeldern zu realisieren."

Wesentliche Schritte dazu wird der Konzern schon im laufenden Geschäftsjahr unternehmen. Die Optimierung der Kostenstrukturen in der Schweiz wird 2019 zum Abschluss gebracht, in der NAFTA-Region werden entscheidende Fortschritte erwartet. Die herausfordernden Rahmenbedingungen, d.h. die schwierigen Marktsituationen in vielen Regionen der Welt, die politische und wirtschaftliche Unsicherheit und insbesondere die nicht vorhersehbaren Folgen der zunehmenden Handelskonflikte - vor allem im Hinblick auf Rohstoffpreise und Autozölle - können den Ergebniseffekt der Maßnahmen einschränken.

Dazu noch einmal Dr. Wolf: "Alles in allem ist die weltwirtschaftliche Lage auch gegenüber den Vorjahren komplexer und unsicherer geworden. Prognosen sind aufgrund der vielfältigen Einflussfaktoren selbst für das laufende Geschäftsjahr schwieriger geworden."

Insgesamt geht der Konzern für 2019 weiterhin von einem gegenüber der globalen Automobilproduktion überdurchschnittlichen Umsatzwachstum aus. ElringKlinger rechnet damit, organisch diese um 2 bis 4 Prozentpunkte zu übertreffen. Das Wachstum der globalen Automobilproduktion wird derzeit bei 0 bis +1 % gesehen. Trotz der Ergebnisverbesserungen ist jedoch nicht zu erwarten, dass der Hug-Verkaufserlös, der 2018 in das Ergebnis geflossen ist, vollständig kompensiert werden kann. Daher rechnet der Konzern mit einer EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation von 4 bis 5 % für das Geschäftsjahr 2019. Aufgrund des implementierten Maßnahmenkatalogs ist darüber hinaus davon auszugehen, dass die Cashflow-Situation bereits 2019 entscheidend verbessert werden kann, so dass ein positiver operativer Free Cashflow zu erwarten ist. Die mittelfristigen Ziele werden bestätigt.

Detaillierte und endgültige Zahlen zum Geschäftsjahr 2018 wird ElringKlinger am 27. März 2019 veröffentlichen.


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