ElringKlinger AG
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ElringKlinger steigert Umsatz trotz globalem Marktrückgang

  • Umsatz im ersten Quartal 2019 mit 441,1 Mio. EUR übertrifft Vorjahreswert um 2,4 %; organisches Umsatzwachstum bei 2,6 %
  • Globale Automobilproduktion im ersten Quartal um 3,7 % rückläufig, vor allem aufgrund der Marktschwäche in China
  • EBIT vor Kaufpreisallokation in Höhe von 6,9 Mio. EUR - hohe Rohstoffpreise, US-Zölle und Folgekosten der hohen NAFTA-Auslastung als wesentliche Einflussfaktoren
  • Prognose für Gesamtjahr 2019 bestätigt

Dettingen/Erms (Deutschland), 7. Mai 2019 +++ Die ElringKlinger AG konnte ihren Umsatz im ersten Quartal 2019 in einem zunehmend schwierigen Marktumfeld weiter steigern. Vor allem aufgrund der anhaltend starken Nachfrage in Nordamerika legten die Umsatzerlöse um 2,4 % auf 441,1 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahresquartal (430,7 Mio. EUR) zu. Dabei steuerten Wechselkurseffekte, insbesondere durch die Umrechnung von US-Dollar in die Konzernwährung Euro, 1,3 Prozentpunkte zum Wachstum bei. Die Verkäufe des Hug-Teilkonzerns sowie der new enerday GmbH aus dem Vorjahr schmälerten die Erlöse hingegen um 1,4 Prozentpunkte. Das organische - d.h. das um diese Währungseffekte und M&A-Aktivitäten bereinigte - Umsatzwachstum lag somit bei 2,6 %.

Globaler Markt im Minus - Nordamerika als Wachstumstreiber für ElringKlinger
Diesem Wachstum steht eine deutliche Markteintrübung gegenüber. In den ersten drei Monaten 2019 verringerte sich die weltweite Automobilproduktion um 3,7 % gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Damit konnte ElringKlinger die Veränderung der globalen Fahrzeugproduktion im ersten Quartal 2019 organisch um 6,3 Prozentpunkte übertreffen.

Das Umsatzwachstum von ElringKlinger verhielt sich in den einzelnen Regionen sehr heterogen: In Europa und Asien-Pazifik schlug sich der rückläufige Markt auch in den Umsatzzahlen nieder. In Europa gingen die Erlöse währungsbereinigt um 2,5 % zurück, in Asien-Pazifik um 5,8 %. Insbesondere die Schwäche des weltweit größten Marktes China (-5,1 %) wirkte sich hier aus. In Nordamerika hingegen verzeichnete der Konzern eine ungebrochen hohe Nachfrage. So stieg der Umsatz von ElringKlinger im nordamerikanischen Markt, dessen Fahrzeugproduktion sich im Auftaktquartal 2019 um 2,4 % abschwächte, im gleichen Zeitraum um 26,5 % auf 101,6 Mio. EUR - währungsbereinigt betrug das Wachstum 19,9 %.

"Die Abschwächung der globalen Fahrzeugproduktion hat sich zu Beginn des Jahres wie erwartet fortgesetzt und auch für das zweite Quartal ist nur von einer leichten Verbesserung gegenüber dem Jahresauftakt auszugehen. Erst ab der zweiten Jahreshälfte rechnen wir wieder mit einer deutlicheren Markterholung", beschreibt Dr. Stefan Wolf, Vorstandsvorsitzender der ElringKlinger AG, die Markterwartungen für das Gesamtjahr.

Konzernergebnis durch externe und interne Faktoren beeinträchtigt
Auf das Ergebnis von ElringKlinger wirkten sich auch im ersten Quartal 2019 externe und interne Belastungsfaktoren aus. Zum einen sorgten von der US-Regierung neu erhobene Zölle auf Rohstoffe, so genannte Antidumping- und Ausgleichszölle auf Aluminium-Importe aus China, für Ergebnisbeeinträchtigungen. Zum anderen schlugen sich die gestiegenen Rohstoffpreise - insbesondere für Kunststoffgranulate, aber auch für Stahl und Aluminium - nieder. Darüber hinaus ist der Konzern weiterhin mit den Folgekosten der anhaltend hohen Kapazitätsauslastung in Nordamerika konfrontiert.

Aufgrund dieser Effekte reduzierte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im ersten Quartal 2019 auf 34,8 Mio. EUR nach 61,1 Mio. EUR im gleichen Vorjahreszeitraum. Die Abschreibungen erhöhten sich infolge der erstmaligen Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 um 19,9 % gegenüber der Vorjahresperiode auf 28,3 Mio. EUR. Somit erzielte ElringKlinger ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie vor Kaufpreisallokation in Höhe von 6,9 Mio. EUR, was einer Marge von 1,6 % entspricht. Der Vergleichswert des Vorjahresquartals lag bei 38,4 Mio. EUR (Marge: 8,9 %), allerdings war darin der Veräußerungsgewinn des Hug-Teilkonzerns in Höhe von 21,1 Mio. EUR enthalten.

Verbessertes Finanzergebnis, höhere Ertragsteuern, negatives Periodenergebnis
Das Finanzergebnis des ElringKlinger-Konzerns verbesserte sich im ersten Quartal 2019 aufgrund eines deutlich höheren Währungsergebnisses im Vergleich zum Vorjahresquartal auf -1,0 Mio. EUR (Q1 2018: -5,3 Mio. EUR). Die Ertragsteueraufwendungen beliefen sich auf 6,5 Mio. EUR (Q1 2018: 5,7 Mio. EUR) und lagen über Vorjahresniveau, weil auf Verluste bei Tochtergesellschaften keine aktiven latenten Steuern gebildet werden konnten.

Nach Abzug der Ertragsteuern lag das Periodenergebnis im ersten Quartal 2019 bei -1,1 Mio. EUR (Q1 2018: 26,4 Mio. EUR), der den Aktionären der ElringKlinger AG zustehende Ergebnisanteil bei -1,5 Mio. EUR (Q1 2018: 25,7 Mio. EUR). Das entspricht einem Ergebnis je Aktie von -0,02 EUR (Q1 2018: 0,41 EUR).

Dazu noch einmal Dr. Wolf: "Vor dem Hintergrund der schwachen Märkte und der schwierigen Rahmenbedingungen haben wir mit einem verhaltenen Jahresauftakt gerechnet, mit dem Ergebnis sind wir natürlich nicht zufrieden. Wir setzen unsere Optimierungsmaßnahmen weiter entschlossen um, um die geplanten Verbesserungseffekte zu realisieren, und haben die internen Kosteneinsparungen noch einmal verschärft. Eine wichtige Voraussetzung für die Ergebnisentwicklung 2019 ist jedoch, dass sich die Märkte auch wie erwartet im Jahresverlauf erholen."

Prognose für das Gesamtjahr 2019 bestätigt
Trotz eines erwartungsgemäß verhaltenen Jahresauftakts beim Umsatz in Europa und Asien sowie beim Ergebnis zeigte sich die Auftragslage des ElringKlinger-Konzerns in den ersten drei Monaten 2019 durchaus robust. Der Auftragseingang legte währungsbereinigt um 0,5 % auf 476,7 Mio. EUR zu (Q1 2018: 474,2 Mio. EUR), der Auftragsbestand zum 31. März 2019 um 2,6 % auf 1.054,1 Mio. EUR (Q1 2018: 1.027,2 Mio. EUR). Vor diesem Hintergrund rechnet der Konzern weiterhin damit, 2019 das Wachstum der globalen Automobilproduktion im Umsatz organisch um 2 bis 4 Prozentpunkte zu übertreffen. Hinsichtlich der Ertragslage geht ElringKlinger von einer Verbesserung in den kommenden Quartalen wie geplant aus, so dass die für die EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation anvisierte Bandbreite von rund 4 bis 5 % im laufenden Geschäftsjahr erreicht wird. Dazu tragen plangemäß konzernweite Kosteneinsparungen, die Stabilisierung der Materialpreissituation inkl. Zölle sowie positive Effekte aus Optimierungsmaßnahmen bei. Wichtige Voraussetzung für diese erwartete Ergebnisentwicklung ist allerdings, dass sich keine weiteren externen Effekte als wesentliche Belastungsfaktoren einstellen und sich die globalen Märkte wie erwartet im zweiten Halbjahr erkennbar erholen.

Kennzahlen über das 1. Quartal 2019

in Mio. EUR Q1 2019 Q1 2018 ∆ abs. ∆ rel.
Auftragseingang 498,3 474,2 +24,1 +5,1%
Auftragsbestand 1.077,3 1.027,2 +50,1 +4,9%
Umsatz 441,1 430,7 +10,4 +2,4%
davon Währungseffekte     +5,5 +1,3%
davon M&A-Aktivitäten     -6,2 -1,4%
davon organisch     +11,1 +2,6%
EBIT vor Kaufpreisallokation 6,9 38,4* -31,5 -82,0%
EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation (in %) 1,6 8,9* -7,3PP -
Kaufpreisallokation 0,5 1,0 -0,5 -
EBIT 6,4 37,4* -31,0 -82,9%
Finanzergebnis -1,0 -5,3 +4,3 +81,1%
Ergebnis vor Ertragsteuern 5,4 32,1* -26,7 -83,2%
Ertragsteuern -6,5 -5,7 -0,8 -14,0%
Periodenergebnis (nach Minderheiten) -1,5 25,7* -27,2 >-100%
Ergebnis je Aktie (in EUR) -0,02 0,41 -0,43 -
Investitionen (in Sachanlagen und Finanzimmobilien) 28,8 29,4 -0,6 -2,0%
Operativer Free Cashflow -19,3 -23,3 +4,0 +17,2%
Net Working Capital 606,4 583,4 +23,0 +3,9%
Eigenkapitalquote (in %) 40,9 44,9 -4,0PP -
Nettofinanzverbindlichkeiten 795,5 625,1 +170,4 +27,3%
Mitarbeiter (per 31. März) 10.485 9.618 +867 +9,0%

* Inkl. Ertrag aus der Veräußerung des Teilkonzerns Hug (21,1 Mio. EUR vor Steuern)


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